Die besten Wettanbieter mit deutscher Lizenz: Zehn Namen von der Whitelist, und was der Spaß wirklich kostet

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Ein Holzschreibtisch im Morgenlicht mit geschlossenem Notizbuch, Kugelschreiber und Kaffeetasse, daneben ein Smartphone mit dunklem Bildschirm.
Im Jahr 2024 hatten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für Sportwetten, davon 13 hybrid und 19 nur für den Internetvertrieb; 27 dieser Erlaubnisinhaber hatten ein aktives Angebot.

Wer nach einem Wettanbieter mit deutscher Lizenz sucht, bekommt von Google eine Rangliste. Wer sie aufschlägt, bekommt eine zweite Rangliste, diesmal mit Sternchen, und irgendwo dazwischen steht ein Willkommensbonus, der sich beim genauen Hinsehen als Umsatzauftrag entpuppt. Die Frage, die dabei untergeht, ist die einzige, die zählt: Steht der Name überhaupt auf der amtlichen Liste? Alles andere — Quoten, Bonus, Zahlungswege, Live-Programm — ist Verhandlungssache. Der Lizenzstatus ist keine.

Die Zahl, die diese Seite trägt, ist kleiner, als die Werbung vermuten lässt. Im Jahr 2024 hatten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten, davon 13 für den stationären und den Internetvertrieb und 19 nur für den Internetvertrieb; 27 dieser Erlaubnisinhaber hatten ein aktives Angebot. Von 32 Erlaubnissen bleiben also 27, die ein Spieler auch wirklich findet. Das ist keine Marktlücke, das ist eine Auswahl, und sie ist kleiner als die Liste der Namen, die sich um dieselbe Suchanfrage drängeln.

Was das für den Geldbeutel bedeutet: Bei einem erlaubten Anbieter sitzt der Staat im Preis. Die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ — auf den eingezahlten Betrag gerechnet rund 5,03 % (5,3 geteilt durch 105,3). Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Wer die Quoten zweier Anbieter vergleicht und dabei nur auf die Nachkommastelle schaut, vergleicht zwei Preise, die diese Steuer schon enthalten — oder eben nicht sauber eingepreist haben. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem schmalen und einem breiten Angebot.

Die zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im direkten Vergleich

Zehn Namen, ein Raster. Die Reihenfolge folgt keiner Bestenliste, sondern einer schlichten Prüfreihenfolge: erst der Status auf der Whitelist, dann das Erstdatum der Erlaubnis, dann die Frage, wann ein neuer Anbieter überhaupt am Markt sein konnte. Wer 2024 mit dem Wetten angefangen hat, für den sind sechs der zehn schon seit Jahren dabei.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine ruhige Tribüne unter bedecktem Himmel.
Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten aufgrund von Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 vergeben werden.

Die erste Erlaubnisrunde verlief chaotisch. Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten aufgrund von Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 vergeben werden — gut ein Jahr nach dem Start des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der am 1. Juli 2021 in Kraft trat. Wer heute eine Liste der „neuen“ Anbieter mit deutscher Erlaubnis liest, liest meist die Namen derer, die 2022 ihre Folgeerlaubnis bekommen haben. Erst ab dem 21.10.2024 taucht mit LeoVegas ein echter Neuzugang im Sportwetten-Register auf.

Anbieter Status in der GGL-Whitelist und Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Bet3000 geführt, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Winamax geführt, Inhaberin WINAMAX SA 29.06.2021
Tipico geführt, Inhaberin Tipico Co. Limited 09.10.2020
Sportingbet geführt, Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Ltd 09.10.2020
Sportwetten geführt, Inhaberin NetX Betting Limited 19.11.2020
LeoVegas geführt, Inhaberin LVSports Limited 21.10.2024
AdmiralBet geführt, Inhaberin Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet-at-home geführt, Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Betano geführt, Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
NEO.bet geführt, Inhaberin Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Drei Spalten, und die mittlere trägt eine Information, die man leicht überliest: Die Whitelist nennt keine Enddaten. Sie zeigt das Erstdatum und die Folgeerlaubnisse, sonst nichts. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, aber welche Laufzeit im Einzelfall zu Ende geht, steht dort nicht — wer ein Enddatum liest, liest es nicht bei der Behörde. Ein Anbieter ohne aktuelles Folgebescheiddatum ist damit weder verdächtig noch gerettet; die Prüfung bleibt der Blick in die Liste selbst.

Und ein zweites Detail, das die Spalte „seit“ relativiert: Erlaubnis und Angebot sind nicht dasselbe. 2024 hatten 27 der 32 Erlaubnisinhaber ein aktives Angebot. Ein Name auf der Whitelist beweist die Erlaubnis, nicht den laufenden Betrieb. Wer heute bei einem der zehn sein Konto eröffnet, eröffnet es dort, wo in derselben Sekunde auch ein Wettprogramm abrufbar ist — die fünf Erlaubnisse ohne Angebot tauchen in einer solchen Liste gar nicht erst auf.

Der Lizenzstatus ist ein Türöffner, kein Qualitätsurteil. Er sagt: Der Anbieter darf in Deutschland Sportwetten veranstalten, er unterliegt der Aufsicht der GGL nach § 28a GlüStV, seine Sporterlaubnis gilt für genau die Domain, die in der Liste unter der Sporterlaubnis steht. Er sagt nicht, dass die Quoten gut sind, dass der Bonus fair ist oder dass ein Streitfall zu deinen Gunsten ausgeht.

Was hinter einem Anbieter mit deutscher Lizenz steht

Hinter jedem der zehn Namen steht eine Gesellschaft, und die sitzt in Malta. Ta’Xbiex, Sliema, Birkirkara, San Giljan — das sind die Adressen der Betreiberinnen, die die Whitelist führt, nicht die Adressen der Marken. Das ist kein Trick, sondern die Arbeitsweise: Die Erlaubnis wird der Gesellschaft erteilt, die Marke ist das Schild davor. Wer wissen will, mit wem er es im Streitfall zu tun hat, liest die Whitelist wie eine Vertragsseite und nicht wie einen Marktüberblick.

Die Namen der Betreiberinnen sind deshalb mehr als Formalie: Hillside (Europe) ENC steht hinter Bet365, WINAMAX SA hinter Winamax, Tipico Co. Limited hinter Tipico, Sportingbet (Deutschland) Ltd hinter Sportingbet, NetX Betting Limited hinter Sportwetten, LVSports Limited hinter Leovegas, Greentube Betting Malta Limited hinter Admiralbet, Bet-at-home.com Internet Limited hinter Bet-at-home, Betkick Sportsbetting Limited hinter Betano, Greenvest Betting Limited hinter NEO.bet und I.B.C. Sportsbetting Limited hinter Bet3000.

Der aufmerksame Leser hat soeben eine Marke gelesen, die in der Rangliste nicht auftaucht. Bet365 ist mit seiner deutschen Sport-Domain auf derselben Whitelist geführt wie die zehn; das Raster dieser Seite folgt der Auswahl der zehn, nicht dem Register. Der Unterschied ist wichtig: Das Register ist die Quelle, die Auswahl ist eine Leseposition.

Aufsichtsfäden laufen unterschiedlich eng. Die WINAMAX SA erhielt ihre Erlaubnis nicht von der GGL, sondern vom Regierungspräsidium Darmstadt, das sie am 29.06.2021 erteilte und mit Bescheid vom 08.12.2022 verlängerte; beaufsichtigt wird das Unternehmen inzwischen von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Zuständigkeitswechsel gehören zum Verwaltungsalltag und sagen nichts über die Qualität des Angebots — aber sie erklären, warum in den Impressen älterer Anbieter unterschiedliche Behörden auftauchen.

Was die Sportsucht auf der Whitelist über das Casino daneben aussagt

Nichts. Eine Sporterlaubnis deckt Sportwetten, und die GGL führt für dieselbe Marke mitunter eine ganze Kette weiterer Erlaubnisse. Bei Sportingbet datiert die Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten auf den 21.12.2022, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf den 15.11.2022. Bei LeoVegas steht die Sporterlaubnis seit dem 21.10.2024, die für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Bei AdmiralBet läuft die Sporterlaubnis seit dem 09.10.2020 mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de seit dem 28.09.2022. Bei bet-at-home datiert die Sporterlaubnis auf den 02.11.2020, die Folgeerlaubnis auf den 22.12.2022, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf den 28.12.2022.

Diese Sätze enthalten bewusst zwei Datumsreihen, denn es sind zwei Rechtsverhältnisse. Betting und Casino sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln, getrennten Regelungen zum Schutz der Spielenden und getrennten Bedingungen im Kleingedruckten. Die Werbezeitbeschränkung von 06:00 bis 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — für Sportwetten gilt sie nicht, dafür gilt für Sportwetten ein anderes Verbot: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Sender. Wer also über einen Banner um Mitternacht stolpert, sollte einen Moment überlegen, welche Erlaubnis ihn dort gerade anspricht.

Wie man einen Wettanbieter mit deutscher Lizenz in einer Minute prüft

Das Einzige, was einen Veranstalter von Sportwetten in Deutschland legal macht, ist eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV. Die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Nachweis dafür, keine Auszeichnung eines Vergleichsportals, kein Siegel im Footer, keine Zusage im Chat. Wer das einmal verstanden hat, spart sich jedes weitere Ranking-Studium: Es gibt genau eine Quelle, und sie ist öffentlich.

Der Weg dorthin ist kurz. Man öffnet die Übersicht der erlaubten Anbieter auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und sucht die Domain — nicht den Markennamen, sondern die Domain mit der Endung .de, unter der tatsächlich gewettet wird. Dann prüft man drei Dinge: Steht die Domain unter einer Sporterlaubnis, oder nur unter der Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele? Wer ist die Betreiberin, die dort geführt wird? Und welches Erstdatum ist vermerkt?

Der Stand 2. Oktober 2026 hält 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sporterlaubnis, davon 2 zusätzlich für Pferdewetten, sowie 3 Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Wer also eine der großen Sportmarken sucht und sie nicht findet, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht falsch gesucht, sondern eine Pferdewett-Erlaubnis vor sich. Für Ereigniswetten auf Fußball, Tennis oder Basketball ist sie unerheblich.

Ein eigenes Kapitel ist die Behörde selbst, die an diesem Punkt ins Spiel kommt. Die GGL sitzt in Halle (Saale), führt die Whitelist und veröffentlicht ihre Arbeit in einer Regelmäßigkeit, die man einem Aufsichtsträger nicht immer nachsagt. Nach ihrer eigenen Bilanz stieg die Zahl der Untersagungsverfahren von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025; 1.843 illegale Websites waren 2025 infolge von Untersagungen oder Netzsperren aus Deutschland nicht mehr erreichbar. Das ist keine Fußnote. Es ist der Grund, warum ein nicht gelisteter Anbieter in Deutschland mehr ist als eine Stilfrage.

Rechtssicherheit als Kostenfrage

Beim Glücksspiel ist Legalität kein Abstraktum — sie ist eine Rechnung mit zwei Seiten. Auf der einen stehen Ordnung, Aufsicht und ein durchsetzbarer Anspruch. Auf der anderen stehen Regeln, die einem erwachsenen Menschen vorschreiben, wie viel er im Monat einzahlen darf und welche Live-Wetten er abschließen darf und welche nicht. Wer nur die erste Seite sieht, hält die Whitelist für eine Empfehlung. Wer die ganze Rechnung liest, versteht, was dieses Angebot im Kern ist: kein besseres Angebot, sondern ein strenger reguliertes mit einem klaren Adressaten für Beschwerden.

Der Blick in die Zahlen der Behörde macht die Größe des Marktes deutlich. Der regulierte deutsche Glücksspielmarkt hatte 2024 gemessen an den Bruttospielerträgen ein Volumen von etwa 14,4 Mrd. Euro; die Steuereinnahmen aus Glücksspielen betrugen im selben Zeitraum rund sieben Mrd. Euro. Sportwetten mit GGL-Erlaubnis erzielten 2024 Bruttospielerträge von 1.963 Mio. Euro, ein Plus von 12 % gegenüber dem Vorjahr, auf Wetteinsätze von 8,2 Mrd. Euro (2023: 7,9 Mrd. Euro). Die durchschnittliche Auszahlungsquote lag bei 76 % nach 78 % im Vorjahr.

Diese zwei Prozentpunkte sind der teuerste Satz dieser Seite. Sie bedeuten, dass von jedem Euro, der 2024 bei einem erlaubten Sportwettenanbieter auf einen Wettschein ging, im Schnitt 76 Cent zurück auf Wettscheine kamen — als Gewinn, nicht als Rendite. Wer den Vergleich zwischen zwei Buchmachern an einer einzigen Quote festmacht, übersieht, dass der Quotenschlüssel des Gesamtmarktes 2024 um zwei Punkte gefallen ist. Ein Anbieter, der heute noch einen Schlüssel von 78 % fährt, ist relativ zu seinen Mitbewerbern besser als zu dem Zeitpunkt, als der Markt noch bei 78 % lag.

Was das Einzahlungslimit von 1.000 € wirklich begrenzt

Nach § 6c Abs. 1 GlüStV gilt für Einzahlungen ein Limit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg. Durchgesetzt wird es über die LUGAS-Limitdatei, nicht über das Wohlwollen eines einzelnen Buchmachers. Das Limit ist nicht pro Anbieter zu verstehen und schon gar nicht pro Konto — es läuft dem Spielenden hinterher, quer durch den Markt. Ein Werbebanner, das den Anbieter wechselt, während das Limit aufgebraucht ist, verspricht nichts, was die Behörde nicht schon längst reguliert hätte.

Die Mechanik dahinter ist der eigentliche Punkt. Wer im Monat 500 € einzahlt und dabei drei Anbieter ausprobiert, hat nach zwei Anbietern Feierabend. Das Limit belohnt keine Neugier, es bestraft sie in der Reihenfolge des Handelns. Ein Vergleich, der drei Anbieter zum Ausprobieren empfiehlt, verschweigt genau das.

Das Einzahlungslimit hat eine zweite Seite, die man kennen sollte, weil sie es erklärt: Es lässt sich anheben, aber nicht auf ein Bittehin. Wer mehr als 1.000 € im Monat einzahlen möchte, braucht den Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, und ein Anbieter mit entsprechender Erlaubnis darf das nur auf verifizierbaren Nachweis hin tun — für Einzelfälle bis 10.000 €, für höhere Summen von 10.000 € bis 30.000 € höchstens für 1 % seiner aktiven Spieler. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Nach unten wirkt eine Senkung sofort, nach oben erst nach sieben Tagen.

Für den betrachteten Vergleich liest sich das so: Ein Anbieter, der sein Wettprogramm mit hohen Einsatzmöglichkeiten anpreist, kann den kalendermonatlichen Deckel für den Leser nicht aufheben. Er kann ihn nach oben beantragen, wenn der Leser Nachweise liefert — und die Frist dazwischen beträgt eine Woche. Wer kurzfristig hohe Beträge platzieren möchte, merkt erst hier, wo die Grenze des regulierten Angebots liegt.

Mit dem Limit kommen drei weitere Schranken, die denselben Adressaten haben: Ich. Ab 18 Jahren ist die Teilnahme erlaubt, ein Konto pro Anbieter ist Pflicht und verlangt vollständige Verifizierung. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang das Spielen erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Ein zweiter Account beim selben Anbieter, um das Limit zu umgehen, ist nicht nur verboten nach § 6a, sondern technisch aussichtslos. Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich — anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraushält.

Was das pro Anbieter konkret bedeutet, steht in dessen eigenen Bedingungen, nicht im Gesetz. Welche Zahlungsmarken ein Buchmacher akzeptiert, welche Mindesteinzahlung er verlangt, ob die Auszahlung auf ein anderes Konto als das einzahlende möglich ist — das ist jeweils seine eigene Regel. Im Vergleich setzt sich das in eine Reihenfolge um, die man sich vor der Konteneröffnung ansieht und nicht danach.

Was die Sportwettensteuer am Ende kostet

Sie steht nicht auf dem Wettschein, sie sitzt in der Quote. Die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), auf den eingezahlten Betrag gerechnet rund 5,03 %. Geschuldet wird sie nach § 19 vom Veranstalter der Wette. Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung — und diese Entscheidung ist der Grund, warum zwei Anbieter für dasselbe Spiel zwei verschiedene Quoten zeigen können, ohne dass einer davon arithmetisch falsch rechnet.

Und ein Satz, der regelmäßig überlesen wird: Die Steuer trifft auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Dass ein Anbieter Steuern abführt, beweist also mitnichten, dass er eine Erlaubnis hat.

Was live noch erlaubt ist

Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur eingeschränkt zulässig: Während ein Ereignis läuft, darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente gewettet werden, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball: nein. Das erklärt, warum die Live-Ansicht eines deutschen Buchmachers sich von der eines ausländischen unterscheidet, den man von früher kennt — es ist keine Produktentscheidung, es ist eine Erlaubnisauflage.

Wer auf diese Unterschiede Wert legt, prüft in jedem Fall das Sportwettprogramm, das die GGL für den Anbieter zugelassen hat, und nicht die Kacheln auf der Startseite.

Wie viel der Spielerschutz kostet: Grenzen, Register und ein Knopf

Wer die Whitelist als Eintrittskarte liest, liest nur die halbe Regelung. Der zweite Teil steht in § 6 GlüStV und handelt nicht vom Angebot, sondern vom Spielenden selbst. Die Regeln sind wirksam, sie sind anbieterübergreifend, und sie gelten unabhängig voneinander — was sie für den einzelnen schwerer macht: Man kann nicht durch einen Anbieterwechsel an ihnen vorbei.

Die Silhouette einer Person sitzt am Abend am Fenster und blickt auf eine Straße, auf dem Fensterbrett steht ein Glas Wasser.
Die GGL nennt für den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland eine Kanalisierungsquote von 77 %: 23 % des Marktvolumens 2024 entfielen auf unerlaubte Angebote.

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV und wird bei der Registrierung und beim Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe dauert die Sperre mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst sofort eine 24-stündige Sperre aus. Die Aktivitätsdatei ergänzt das um das Verbot des Parallelspiels nach § 6h — wer dieselbe Begegnung über zwei Anbieter gleichzeitig abdeckt, verstößt dagegen, weil dann kein Wettrisiko mehr besteht, sondern nur noch eine Durchleitung fremden Geldes.

Dass diese Systeme zusammenwirken, ist die eigentliche Sicherheit. Ein Anbieter, der das Limitdatei-System umgeht, hätte gegen OASIS noch die Registrierungshürde. Wer in Deutschland mit einem illegalen Angebot spielt, steht außerhalb beider Systeme — und das ist kein Vorteil, es ist der Kernpunkt. Kanalisierungsquote nennt die Behörde den Anteil, der im regulierten Markt landet. Für den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland nennt sie 77 %; nach der zugrunde liegenden Studie entfielen 23 % des Marktvolumens 2024 auf unerlaubte Angebote. Ein Viertel des Marktes liegt also außerhalb der Schutzmechanismen, die vorstehend beschrieben sind.

Es gab Zeiten, in denen dieser Wert anders aussah. Nach der Marktanalyse der GGL auf Basis von Steuerdaten des Bundesministeriums der Finanzen lag die Kanalisierungsquote im Sportwettenmarkt 2022 bei deutlich über 95 Prozent; illegale Anbieter hatten demnach einen Marktanteil von weniger als fünf Prozent. Zwei Messungen, zwei Bilder. Die ältere Zahl beschreibt ein enges Marktsegment, die jüngere den breiteren Online-Markt inklusive der Spielarten, die unter anderer Erlaubnis und anderem Vorzeichen laufen. Ein Vergleich, der die beiden Zahlungen nebeneinanderstellt, ohne die Bezugsgröße zu nennen, vergleicht Zahlen und nicht Märkte.

Was ein Angebot ohne deutsche Lizenz wert ist

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis einzahlt, zahlt in einen Raum, in dem keines der vorgenannten Systeme greift: kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Aufsicht, keine Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen nach § 6b Abs. 4. Ein Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Erlaubnis hat für den deutschen Markt keine Bedeutung. Nach § 4 Abs. 1 GlüStV ist das Anbieten von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis unerlaubtes Glücksspiel.

Die Behörde warnt ausdrücklich. Am 17. September 2026 hat die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Das ist keine Andeutung, das ist ein Name.

Auf der Rechtsfolgenseite ist die Lage feiner, als beide Lager behaupten. Das Veranstalten unerlaubter Sportwetten ist nach § 284 StGB strafbar und kann mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verurteilungen einzelner Spielender sind nicht belegt — daraus wird weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Im Zivilrecht sieht es anders aus: Gerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt, und der Bundesgerichtshof hat die Frage dem EuGH vorgelegt.

Konkret: Der BGH legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) hält Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Wer daraus eine Geldquelle macht, hat die Sätze nicht zu Ende gelesen. Das ist eine Schlussanträge, kein Urteil, und eine Rückzahlung ist niemandem versprochen. Wer heute bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, spekuliert nicht auf einen Gewinn, sondern auf eine Entwicklung im Europarecht, deren Ausgang in seiner Wette nicht aufgeht.

Hier bekommt der Spieler Hilfe

Wenn Wetten den Alltag bestimmen, zählt kein Bonus. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung berät unter der kostenlosen Nummer 0800 1 37 27 00 und online. Das Beratungsangebot ist anonym, kostenlos und unabhängig von jedem Anbieter. Für das körperliche und seelische Wohl ist das die erste Adresse, nicht die Wettschein-Historie eines Buchmachers.

Was ein Neukundenbonus im Schnitt kostet

Ein Bonus ist kein Geschenk, sondern eine Bedingung mit einer Zahl davor. Die Umsatzbedingungen entscheiden, was davon übrig bleibt, und die Rechnung ist unangenehm genug, um sie an einem nüchternen Beispiel durchzuführen.

Angenommen, ein Wettender setzt einen Monat lang genau den Betrag um, den das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV als Standard vorgibt: 1.000 €, einmal platziert, auf einen Markt mit zwei Ausgängen zu Quoten von 1,90 auf beiden Seiten. Diese Quoten sind ein Beispiel, kein Angebot — die Rechnung funktioniert mit ihnen, weil sie einen sauberen Markt abbilden. Der Quotenschlüssel dieses Marktes ist 1 geteilt durch die Summe von 1/1,90 plus 1/1,90, also rund 95 %. Die Marge beträgt damit rund 5 % — der Buchmacher behält rechnerisch 5 % jedes gesetzten Euro, weil die beiden Quoten zusammen mehr als 100 % der fairen Wahrscheinlichkeiten abbilden.

Was das über einen Monat bedeutet, ist eine Bandbreite und nicht eine Zahl. Wer 1.000 € einmal umsetzt, trägt im Schnitt rund 50 € erwarteten Verlust aus dieser Marge — unter der Annahme, dass nur dieser eine Betrag genau einmal gesetzt wird. Wer denselben Betrag stattdessen in zehn Wetten zu je 100 € auf vergleichbare Märkte streut, kommt auf dieselbe Erwartung, weil sich die Marge pro Umsatz Euro nicht ändert und nicht davon abhängt, ob daraus eine Wette oder zwanzig werden. Der erwartete Verlust ist eine Größe des Umsatzes, nicht der Anzahl der Wettscheine.

Und der Wert schwankt mit dem Markt. Ein Markt mit schmalerer Marge — etwa ein Hauptmarkt eines auf Volumen ausgerichteten Anbieters mit einem Quotenschlüssel von 96 % — kostet pro 1.000 € Umsatz rund 40 €. Ein deutlich breiter aufgestellter Markt mit einem Quotenschlüssel von 92 % kostet rund 80 €. Dieselben 1.000 €, die der Anbieter umsetzt, kosten den Spielenden je nach Markt zwischen rund 40 € und rund 80 € Erwartungswert — und wer die Summe der Umsätze für einen Bonus nicht kennt, weiß nicht, wo in dieser Spanne er landet.

Der Vergleich mit dem Sportwettenmarkt als Ganzem ordnet die Zahl ein: Die Behördenstatistik weist für 2024 eine durchschnittliche Auszahlungsquote von 76 % aus — ein Verlust von 24 Cent je umgesetztem Euro als Marktdurchschnitt über alle Wetten, auch Kombiwetten und Nischenmärkte, die deutlich teurer sind als ein Zwei-Weg-Markt. Das ist die Erwartung über unendlich viele Wetten und nicht das, was einer Person passiert; es beschreibt, wie viel von jedem Euro im System bleibt. Es verspricht weder Gewinn noch Verlust im Einzelfall.

Umsatzbedingungen vor der Anmeldung prüfen

Ein Willkommensbonus enthält drei Stellschrauben. Die erste ist die Umsatzanforderung: der Faktor, mit dem ein Bonus umgesetzt werden muss, und die Frage, ob die Basis der Bonus allein oder Bonus plus Einzahlung ist. Die zweite die Mindestquote: Wetten unterhalb einer bestimmten Quote zählen nicht oder nur anteilig — wer eine Kombiwette mit einem Außenseiter-Tipp baut, um den Umsatz zu erfüllen, fällt durch dieses Raster. Die dritte die Frist: Der Bonus verfällt, wenn der Umsatz nicht innerhalb eines Zeitfensters erbracht wird. Wer diese drei Sätze nicht liest, kennt den Wert des Bonus nicht.

Die Pauschalfeststellung, das GlüStV setze Grenzen für Bonusbeträge, Umsatzfaktoren oder Mindestquoten, ist falsch. Es gibt keine solche Klausel. Betrag, Umsatz und Mindestquote stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Das ist der praktische Grund, warum für die zehn Anbieter in dieser Rangliste keine Bonuswerte in einer Spalte stehen: Es gibt keinen gemeinsamen Nenner, gegen den sie sich vergleichen ließen.

Wer einen Bonus gegen die eigenen Wünsche rechnet statt gegen die eigene Vorliebe, beginnt am Umsatzfaktor. Ein Anbieter, der einen Umsatz von 15-mal verlangt, ist kein besserer Anbieter als einer mit Umsatz 5-mal — er ist ein Anbieter mit einem größeren Appetit auf den Spielenden. Und da jeder Umsatz marge trägt, ist der Umsatzfaktor mathematisch eine Kostenvervielfachung. Lässt sich das Spielprogramm und sein Volumen in Wetten von 5 € mit einer Mindestquote von 2,00 nicht wirtschaftlich umsetzen, ist der beste Bonus der, den man nicht annimmt.

Die zehn Plattformen im Einzelnen: was das Konto jeweils wirklich einschließt

Die zehn Namen sind lizenziert, geprüft, auf der Whitelist geführt. Was sie unterscheidet, steht nicht in der Lizenz, sondern in der Betriebsgeschichte. Manche sind seit der ersten Erlaubnisrunde 2020 dabei, andere erst 2024 aufgesprungen, und dieser Unterschied im Markteintritt hat nichts mit Qualität zu tun, aber sehr viel damit, wie viel Zeit ein Anbieter hatte, sein Programm zu schärfen.

Wer die Reihenfolge liest und dabei einen Anbieter vermisst, sollte im Abschnitt „Warum ein Name aus der Whitelist in dieser Liste fehlt“ die Auskunft zur Bet365-Liste lesen. Diese zehn sind die Auswahl dieser Seite, keine Rangfolge des Marktes.

Bet3000: Erlaubnis aus dem Jahr 2026

Der jüngste Eintrag im Feld. Als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000 führt die GGL die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta; die Erlaubnis ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Wer heute sein Konto eröffnet, eröffnet es bei einem Anbieter, dessen Sportwetten-Erlaubnis in diesem Jahr beginnt — und das ist für den Vergleich die interessanteste Information überhaupt, denn hier gibt es keine Historie, gegen die man das Angebot stellen könnte.

Was das für den Leser bedeutet: Die Whitelist nennt keine Enddaten, und bei einer frisch erteilten Erlaubnis ist das der Normalfall. Ein Anbieter, der noch am Anfang einer Fünfjahresfrist steht, hat den geringsten Abstand zu seinem behördlichen Zulassungsverfahren — und die geringste Datenbasis dafür, wie sich sein Wettprogramm über Jahre verhält. Wer primär Wert auf Marktreife legt, wird hier den schwächsten Kandidaten des Feldes sehen; wer einen Neueintritt bewusst mit geringeren Erwartungen testet, einen der wenigen Anbieter, bei denen das tatsächlich nachvollziehbar ist. Der Vorzug liegt in der Kurzlebigkeit — sei es ein Vorteil oder ein Nachteil —, und die Entscheidung hängt an der Frage, ob man die halbe Aufzeichnung als Risiko oder als Zwischenstand liest.

Winamax: seit 2021 mit aufsichtlicher Staffelgeschichte

Die WINAMAX SA bekam ihre Erlaubnis für Online-Sportwetten nicht von der GGL, sondern vom Regierungspräsidium Darmstadt, das sie am 29.06.2021 erteilte und mit Bescheid vom 08.12.2022 verlängerte; beaufsichtigt wird das Unternehmen inzwischen von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Zwei Behörden in derselben Akte — das ist kein Makel, sondern die Form, in der die Aufsicht in Deutschland historisch gewachsen ist.

Was man daraus für das Spiel lernt: Ein Anbieter, der durch einen Behördenwechsel gegangen ist, hat sein Wettprogramm in der Regel nach den Maßstäben der übernehmenden Behörde anpassen müssen. Für den Leser heißt das: Der Erlaubniszeitraum ist lang genug, um Stabilität zu beweisen, und der Weg durch die Zuständigkeitswechsel ist ein Indikator dafür, dass der Anbieter seine Prozesse nach den Vorgaben der GGL ausrichtet. Wer auf Beständigkeit über mehr als fünf Jahre setzt, findet hier eine der längeren Erlaubnishistorien im Feld.

Tipico: der laufende Musterfall vor dem EuGH

Die Whitelist führt für Tipico die Tipico Co. Limited mit einer Sporterlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 09.12.2022. Die Erlaubnisdauer von über fünf Jahren ist an sich unauffällig; bemerkenswert ist der zivilrechtliche Satz, der an derselben Marke hängt: Der Kläger im Verfahren vor dem BGH verlangt mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück — Jahren, in denen Tipico noch nicht auf der Whitelist stand, weil es sie noch gar nicht gab.

Das ist die eigentliche Besonderheit dieses Anbieters und keine Bewertung seines heutigen Angebots. Wer verstehen will, warum die Erlaubnispflicht für Sportwetten überhaupt so ein Eingriff ist, liest den Fall als Beispiel dafür, was vor 2020 möglich war und heute nicht mehr: Sportwetten in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis, mit offener Rückzahlungsfrage. Für den Leser ist die relevante Feststellung, dass die Whitelist die Marke heute führt und dass die Gerichtsfrage die Zeit davor betrifft.

Sportingbet: Sport und Automatenspiel, sauber getrennt

In der Whitelist steht für Sportingbet die Sportingbet (Deutschland) Ltd mit zwei Datumsreihen: Die Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten datiert auf den 21.12.2022, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf den 15.11.2022. Die Aufsichtsbehörde ist die GGL.

Zwei Erlaubnisse, ein Anbieter — und genau hier liegt die Verwechslungsgefahr, die dieser Vergleich auflösen soll. Wer die Spielbank-Funktionen des Anbieters nutzt, ist nicht durch seine Sporterlaubnis geschützt, sondern durch eine andere mit anderen Regeln. Für Sportwetten gilt die Erlaubnis vom 21.12.2022, und nur sie. Ein Nutzer, der eine Beschwerde über eine Wette auf ein Casinospiel bei der Sportschnittstelle einreicht, reicht sie an der falschen Stelle ein. Die Trennung ist für den Vergleich der wichtigste Punkt an diesem Anbieter.

Sportwetten: eine Marke, die den ganzen Claim trägt

Für Sportwetten führt die GGL die NetX Betting Limited aus Birkirkara, Malta, mit einer Sporterlaubnis seit dem 19.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Wer die Marke liest, liest die Behauptung mit: Wer auf einer Seite mit diesem Namen wettet, wettet dort, wo der Name das Geschäft ist und nicht das Marketing — ein Anbieter also, dessen Markenauftritt weniger Versprechen enthalten muss als der seiner Konkurrenz, weil der Name das Versprechen bereits ist.

Dass der Markenname das ganze Versprechen trägt, setzt ihn unter Druck: Ein Anbieter, der sich nach dem Produkt benennt, kann sich keine Unschärfe im Produkt leisten. Was der Wettende daraus mitnehmen kann, ist eine Erwartung an Klarheit und nicht an Extras. Wer ein reines Sportwettenprodukt ohne Ablenkung sucht, wird hier mehr finden als bei einem Markenverbund, der seine Casino-Schiene im gleichen Atemzug bewirbt.

LeoVegas: der Neuzugang von 2024

Die Whitelist führt für Leovegas die LVSports Limited als Betreiberin, mit einer Sporterlaubnis seit dem 21.10.2024 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Die Sporterlaubnis ist die jüngste im Feld nach Bet3000, und die Automatenspiel-Erlaubnis ist älter als sie.

Die Chronologie ist hier die Information. Wer 2023 Automatenspiele anbieten durfte und erst 2024 die Sporterlaubnis erhielt, hat sein Casino-Angebot länger betrieben als sein Sportwettenprodukt. Wer über diesen Anbieter nachdenkt, sollte den Sportteil also nicht für das älteste Kind im Haus halten. Für den Vergleich ist das relevant, weil Erlaubnisdatum und Vermarktung bei diesem Anbieter erkennbar auseinanderfallen: Der Sport ist die jüngere Erlaubnis, die Aufmerksamkeit gilt seit jeher beidem.

AdmiralBet: drei Sportdatumsreihen und ein separates Slots-Angebot

Für Admiralbet führt die Whitelist die Greentube Betting Malta Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022.

Drei Datumsreihen für die Sporterlaubnis heißt: Dieser Anbieter hatte in den vergangenen sechs Jahren die meisten Nachjustierungen im Feld. Ob Folgeerlaubnisse auf Produktänderungen, auf Fristabläufe oder auf vertragliche Anpassungen zurückgehen, steht in der Liste nicht — und ist die entscheidende Information, die sie nicht trägt. Auf der Nutzerseite bleibt: Wer die Slots-Funktionen des Anbieters nutzt, ist dort durch die Erlaubnis vom 28.09.2022 abgedeckt, nicht durch die Sporterlaubnis. AdmiralBet ist damit das beste Beispiel dieser Seite für einen Anbieter mit zwei klar getrennten Sport- und Casinobeständen.

bet-at-home: Sport seit 2020, eine Folgeerlaubnis, klare Nummern

Für Bet-at-home führt die Whitelist die Bet-at-home.com Internet Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Die drei Daten liegen dicht beieinander, was den Anbieter zu einem der wenigen macht, bei denen Sport- und Casino-Erlaubnis zeitlich fast parallel laufen.

Eine Nummer, die man aus dem Anbieterumfeld kennt, ist die Marke selbst: Wer den Namen über Jahre begleitet hat, hat ihn in Phasen unterschiedlicher Ausrichtung gesehen. Für den Vergleich heute zählt jedoch nur der Eintrag in der Liste: Unter der Sporterlaubnis steht die Marke Bet-at-home, und nur unter dieser Marke nimmt der Anbieter Sportwetten an. Wer auf einer anderen Domain mit demselben Namen landet, landet nicht auf einem erlaubten Angebot, und diese Abgrenzung ist bei einem Markennamen, der auch historisch in anderen Kontexten auftauchte, nicht überflüssig.

Betano: über eine österreichische Gesellschaft zur deutschen Domain

Für Betano führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta, mit einer Sporterlaubnis seit dem 19.02.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Dazu passt ein Detail aus der Zulassungsphase: Die Betkick Sportwettenservice, ein österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan, erhielt im Februar 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis und bietet über die Domain Betano Wetten an.

Österreichische Mutter, monegassischer Firmensitz, deutsche Domain — die Struktur ist typisch für den Markt und für den Wettenden vor allem eines: irrelevant. Relevant ist, dass die Erlaubnis für die Domain gilt, auf der man tatsächlich wettet, und nicht für die Dachgesellschaft oder deren andere Marken. Genau diese Prüffrage — welche Domain steht unter welcher Erlaubnis — ist bei einem Anbieter, der mehr als eine Marke betreibt, keine Formalität.

NEO.bet: seit 2020 dabei, ohne Zwischenbremse

Für NEO.bet führt die Whitelist die Greenvest Betting Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Ein Datum der ersten Erlaubnisrunde, eine einzige Folgeerlaubnis — das ist die schlichteste Erlaubnishistorie dieses Feldes.

Wer die Whitelist als Verhaltensmessung liest, sieht hier einen Anbieter, bei dem zwischen erstem Bescheid und Folgebescheid nichts Aktenrelevantes passiert ist. Das ist kein Qualitätssiegel — Erlaubnisakte und Produktqualität liegen weit auseinander —, aber es ist der beste verfügbare Nachweis dafür, dass der Betrieb ohne behördliche Unterbrechungen gelaufen ist. Unter den zehn ist NEO.bet damit der Anbieter mit der geringsten Anzahl an Zwischenereignissen.

Warum ein Name aus der Whitelist in dieser Liste fehlt

Die zehn erlaubnisgeführten Marken oben sind die Auswahl dieser Seite, und wer die Whitelist selbst öffnet, wird den einen oder anderen Namen vermissen. Einer davon ist Bet365: Für Bet365 führt die Whitelist der GGL die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Der Anbieter ist also erlaubt und gelistet, aber nicht Teil dieser Rangliste.

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) bietet eine klare Orientierung für das Angebot in Deutschland. Wer die zehn Prüfungen an der Amtsliste durchführt, kann dieselbe Prüfung auf jede weitere Marke anwenden, die in der Whitelist steht. Die Auswahl von zehn Anbietern in dieser Übersicht dient als praktisches Raster für den Einstieg in die Welt der Sportwetten mit deutscher Erlaubnis.

Wie ein Vergleich von Wettanbietern mit deutscher Lizenz zu bewerten ist

Ein Vergleich von Wettanbietern mit deutscher Lizenz, der mit einem Bonus beginnt, hat den Vergleich schon verloren. Der Bonus ist die Wahl eines Verkäufers. Die erste Wahl des Wettenden ist die Erlaubnis, die zweite das Zahlungsverhalten, die dritte das Wettprogramm — und in dieser Reihenfolge verschieben sich die Gewichte, sobald man sie auf den tatsächlichen Ablauf anwendet.

Die Kriterien, an die ich mich in diesem Text gehalten habe, sind in dieser Reihenfolge: Echtes Erlaubnisdatum und Betreibergesellschaft; Länge der Historie seit der ersten Erlaubnis; Trennung von Sport- und Casino-Erlaubnis; Zahlungswege und Einzahlungsregeln nach § 6b Abs. 4; Verfügbarkeit des Wettprogramms; Umsatzbedingungen und Mindestquoten bei Bonusangeboten. Jedes Kriterium ist aus öffentlichen Quellen prüfbar. Keines davon ist ein Sternchen von einem Bewertungsportal.

Die Auswahl von 27 Anbietern mit aktivem Sportwettenangebot aus 32 erteilten Erlaubnissen im Jahr 2024 zeigt, warum eine Rangliste nur so gut ist wie ihr Raster. Wer nach Klickpreis sortiert, sortiert nach einem Kriterium, das für den Spielenden kein Kriterium ist. Wer nach Kanalisierung sortiert, sortiert nach einem Markt, in dem der Leser bereits ein Teil ist. Ein sinnvolles Raster muss die Bedingungen messen, die den Nutzer betreffen: Nicht das Versprechen, sondern die Umsatzbedingungen; nicht die Zahl der angebotenen Sportarten, sondern die Zugänglichkeit des Angebots von Deutschland aus.

Wer heute von einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag woanders wetten will, sollte die Punkte im Abschnitt „Wie man einen Wettanbieter mit deutscher Lizenz in einer Minute prüft“ vorher abarbeiten: Einzahlungsweg im eigenen Namen, Widerrufsregeln, Streitschlichtung. Wer auf einem Offshore-Angebot schon Spielende ist, findet dort weder OASIS noch LUGAS und kann die im Abschnitt „Rechtssicherheit als Kostenfrage“ genannten Mechanismen nicht nachträglich einklagen. Das ist die ganze Antwort auf die Frage, ob sich der Umweg lohnt: Für die Bequemlichkeit ja, für Sicherheit nein.

Häufig gestellte Fragen zu Wettanbietern mit deutscher Lizenz

Woran erkenne ich, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Übersicht der erlaubten Anbieter öffnen und dort die .de-Domain suchen, unter der tatsächlich gewettet wird — nicht die Marke. Die Whitelist ist der einzige Nachweis. Ein Logo, ein Footer-Siegel oder eine Zusage im Chat ist kein Nachweis.

Was bedeutet eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis für das Einzahlungslimit und OASIS?

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat nach § 6c Abs. 1 GlüStV gilt anbieterübergreifend über die LUGAS-Limitdatei. OASIS nach §§ 8, 8a wird bei Registrierung und Login abgefragt; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate mit Zeitraumangabe, sonst mindestens ein Jahr. Beide Systeme laufen unabhängig davon, bei welchem erlaubten Anbieter Sie spielen.

Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Anjouan in Deutschland nicht?

Weil sie keine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV ist. Nach § 4 Abs. 1 GlüStV ist das Anbieten von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis unerlaubtes Glücksspiel. Der Anbieter steht außerhalb von OASIS und LUGAS, und die GGL warnt ausdrücklich vor solchen Angeboten.

Wie hoch ist die Sportwettensteuer, und wer trägt sie am Ende?

Die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ — rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie nach § 19 vom Veranstalter, nicht vom Wettenden. Ob er sie über die Quoten weitergibt, entscheidet er selbst.

Gilt die Sportwetten-Erlaubnis auch für Slots, Poker und Casinospiele?

Nein. Eine Sporterlaubnis deckt Sportwetten und sonst nichts. Virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln. Bei mehreren Anbietern der Rangliste liegen für dieselbe Marke zwei Erlaubnisse mit unterschiedlichen Daten vor — genau aus diesem Grund.

Nach welchen Kriterien werden Wettanbieter in einem Vergleich bewertet?

Nach prüfbaren Größen: Erlaubnisdatum und Betreibergesellschaft aus der Whitelist, Länge der Erlaubnishistorie, Trennung von Sport- und Casino-Erlaubnis, Zahlungswege nach § 6b Abs. 4, Verfügbarkeit des Sportwettprogramms und die Umsatzbedingungen eines Bonus. Ein Raster, das mit dem Bonus beginnt, sortiert nach dem Verkäufer und nicht nach dem Angebot.

Was kostet ein Bonus im Schnitt?

Ein Bonus verlangt Umsatz, und jeder umgesetzte Euro trägt die Marge des Marktes. In einem Zwei-Weg-Markt zu Quoten von 1,90 auf beiden Seiten liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 %, die Marge also bei rund 5 %. Bei 1.000 € Umsatz entspricht das im Schnitt rund 50 € erwarteten Verlust, abhängig von Markt und Anbieter.

Inhalt erstellt vom Team «Ueberweisungwetten.com»